Denken mit und nach Ivan Illich

„Conspiratio“ ist eine unabhängige Zeitschrift, die sich dem widmet, was Ivan Illich als „Forschung durch Menschen“ bezeichnete: disziplinierte Forschung, die nicht in erster Linie zum Zweck einer akademischen Karriere oder zur Erlangung fachlicher Expertise betrieben wird, sondern von Menschen, die danach streben, bewusster und freier zu leben und sich – in Gedanken und Taten – weniger von Markt und Staat abhängig zu machen.

Die Zeitschrift entstand aus einer Gemeinschaft von Freunden, die Ivan Illich kannten, mit ihm zusammenarbeiteten oder tief von ihm beeinflusst waren und die nicht nur seine Ideen, sondern auch seine unverwechselbare Art, Fragen zu stellen, am Leben erhalten wollten. Heute bringt Conspiratio diese Stimmen in einen Dialog mit einer neuen Generation von Denkern, Künstlern, Handwerkern, Aktivisten und Lesern aus aller Welt. Anstatt eine Denkschule zu pflegen oder eine Doktrin zu verteidigen, versucht sie, die Praxis des „Mit-Illich-Denkens“ zu fördern: zeitgenössische Fragen im Dialog mit der Geschichte zu thematisieren. Jede Ausgabe erscheint sowohl als handgefertigte gedruckte Ausgabe als auch als frei zugängliches digitales Archiv und lädt offen dazu ein, sich an diesem Gespräch zu beteiligen.

Redaktionell betreut wird die Zeitschrift von Sajay Samuel (USA) und einigen Freunden.

Zwei mal jährlich erscheint die Conspiratio bislang als handgebundenes Buch, sowie in digitaler Form. Um mehr Ausgaben möglich zu machen, erscheint die „Conspiratio“ nun ergänzend als Online-Zeitschrift  in regelmäßigen Abständen.

conspiratio.press


Termine 2026: 19. September | 17. Oktober | 21. November | 12. Dezember ------ Termine 2027: 16. Januar | 20. Februar | 20. März | 17. April | 22. Mai | 19. Juni ------ (jeweils um 14 Uhr im Fragmente Wiesbaden)

Friede ohne vorhergehende Sehnsucht kann nicht kommen… Wo die Menschen sprachlich veröden, droht Krieg. Kalter Krieg meinetwegen. Aber Friede heißt miteinander sprechen.“

Eugen Rosenstock-Huessy

Thema am 19. September: - wird noch bekannt gegeben -

Liebe Freundinnen und Freunde des Fragmente-Ladens, liebe ehemalige und künftige Besucher, liebe Neugierige und alle, die in diesen wirren und beunruhigenden Zeiten einen Ort suchen, an dem man einmal im Monat ruhig und offen über die wichtigen und drängenden uns alle angehenden Fragen von Krieg und Frieden sprechen kann.

Die Fragen gibt es ja zu Hauf, aber sie dringen nicht an die Oberfläche und in die öffentliche Debatte, teils weil wir uns schon nicht mehr trauen, sie zu stellen, teils weil wir nicht daran glauben, dass wir an den Verhältnissen aus eigenen Kräften noch etwas ändern können, teils weil wir uns an das Sprichwort: „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“ zu halten gelernt haben. Die Züge scheinen überall abgefahren (außer bei der Deutschen Bahn), und die Reichweite unserer Einflussmöglichkeiten schrumpft in dem Maße, in dem wir nicht mehr an sie glauben.

Unser Weg ist ein anderer: Wir wollen herausfinden, was wir in Erfahrung bringen, begreifen und zu bezweifeln lernen können, wenn wir aufeinander hören und miteinander sprechen. Da wir alle – je nach den gelebten Lebensjahren und den uns auferlegten Lebensumständen mehr oder weniger Erfahrungen angesammelt haben, müsste durch das Miteinander-Sprechen eine Menge Lebensklugheit und Lebensdummheit zur Sprache kommen können ein Gebirge von Diskussionsstoff. Und das Besondere dabei ist, dass wir wissen, wovon wir reden, weil wir es ja am eigenen Leibe erfahren, erlitten, genossen haben. Ja tatsächlich: Es geht bei diesen Friedensgesprächen darum, dass wir uns von den Medien, den etablierten ebenso wie den frei flottierenden, unabhängiger machen und uns auf eine eigene Haltung besinnen, einen ‚Grund auf dem wir miteinander Halt und Haltung finden, auf dem wir stehen können, auf dem wir aber auch bestehen werden.‘

Für Essen und Trinken ist gesorgt. Fangen wir einfach an, ohne zu wissen, wohin uns das führt.

Die Termine werden auch auf der Homepage von Fragmente Wiesbaden jeweils am Monatsbeginn angekündigt.

Wir freuen uns auf Euch. Wir werden da sein, ( „So Gott will“, hätte meine Mutter gesagt).

Marianne Gronemeyer für den Freundeskreis von der Stiftung Convivial


Ivan Illich Archiv

Seit 2013 sammelt die Stiftung Convivial unermüdlich Publikationen, Aufsätze und unveröffentlichte Texte von Ivan Illich, sowie Kommentare und Texte anderer Autoren aus seinem gedanklichen Umfeld. Darunter finden sich auch Bild- und Tondokumente und biographisches Material.

Das Archiv ist in den Räumlichkeiten der Stiftung (Wiesbaden) untergebracht und nach Absprache frei zugänglich. Ein Computerarbeitsplatz und ein Kopiergerät stehen vor Ort zur Verfügung.

Eine Liste des Bestandes ist zudem online verfügbar und kann über die Datenbank eingesehen werden. Einzelne Titel stehen dort zum Download zur Verfügung. Weitere werden laufend hinzugefügt.

Hier geht es zur Datenbank des Illich-Archives: Link symbol-fur-externen-link.png

 

Mit Unterstützung der Stiftung Convivial wurde 2020 mit der digitalen Sammlung der Schriften von Ivan Illich begonnen: Das Acervus-Projekt ist in Südamerika beheimatet und veröffentlicht nach und nach sämtliche Texte online. Zur freien Verfügung stehen Texte in deutsch, englisch, spanisch, italienisch und französisch, sowie Bilder und Videos.

Hier geht es zur Datenbank des Acervus-Projekts: Link symbol-fur-externen-link.png